Kultur im Aachener Osten e.V. - Förderverein zur Unterstützung kultureller Projekte im Aachener Osten

Heiliger Krieg

Das Chaostheater inszeniert das Stück „Heiliger Krieg“, das auf dem Stück „Another World“ von Giliam Slovo basiert. Es thematisiert die Terrororganisation „Islamischer Staat“. Das Stück beleuchtet neben der Entstehung des IS und dessen Handeln in Syrien und dem Irak die Lebenssituation junger Menschen aus Europa, die nach Syrien/ in den Irak reisen, um sich dem IS anzuschließen. Im Zuge der Inszenierung möchte das Chaostheater den folgenden Fragen nachgehen:
Was motiviert Menschen aus Europa, sich dem IS anzuschließen?
Welche Aussagen lassen sich deswegen über die westeuropäische Gesellschaft treffen?
Wie entsteht Terrorismus und Extremismus?
Welche Zusammenhänge bestehen zwischen islamistischem und rechtspopulistischem Extremismus?

Das Chaostheater sieht diese Thematik angesichts der aktuellen Fluchtbewegungen, die auch durch den IS verantwortet werden, und dem Anstieg des Rechtspopulismus in Europa als äußert relevant und aktuell an. Es möchte mit seiner Arbeit zur kritischen Reflexion darüber anregen, wie Gewalt, Hass, Extremismus und Terrorismus innerhalb der Gesellschaft, innerhalb von Aachen, verhindert und bekämpft werden können.

Der Globale Dschihad entstand in der Epoche des Kalten Krieges, durch die Politik, die in Afghanistan betrieben wurde und in anderen muslimischen Länder. Es ist darum gegangen, gegen die Sowjetunion zu opponieren, vor allem in Afghanistan. Die Amerikaner suchten mit Hilfe der ISI (Inter-Services Intelligence) nach Extremisten, um sie zu trainieren. Es gibt die Behauptung, dass Osama Bin Laden durch die CIA unterstützt wurde. Es ist sicher, dass er in dieser Zeit dort tätig war. Und er rannte mit dieser Idee umher, dass man als Muslim den Dschihad wagen soll, um den Muslimen überall helfen können. Aber während des Kalten Krieges wurde mit Hilfe der Saudis, Pakistanis und auch mit der geleisteten Hilfe für radikale Muslime durch den Iran die Idee des religiös-politischen Dschihads gezüchtet. Amerikanische und britische Regierungen haben diese Idee weiter verbreitet, dass ein verantwortungsvoller Muslim den Weg des Dschihad gehen muss, um allen Muslimen und islamischen Länder in der Welt zu behilflich sein. Aber wir dürfen nicht vergessen, dass die ersten terroristischen Akte im Iran geschahen. Genau die schiitischen Muslime, die durch die Hilfe des Westens an die Macht gekommen waren, stürmten die amerikanische Botschaft in Teheran.
Al -Qaida existierte vor der Invasion (2003) nicht im Irak. Der Gründer der Al- Qaida im Irak, Abu-Musab Al- Zarqawi, reiste aus Afghanistan in den Irak und baute es auf. Er war kein Mitglied von Al -Qaida, aber er wollte glaubwürdig sein,  deswegen hat er diesen Name übernommen. Nachdem Zarqawi getötet wurde, ist ein Kampf zwischen den Führern des Islamischem Staats des Iraks ausgebrochen. Nachdem ein paar Führer hintereinander gewechselt sind, haben sie sich über die Grenze nach Syrien gewagt und sie gründeten den Islamischen Staat von Irak und Syrien: ISIS und wieder im Irak zurück, wurde daraus einfach der Islamischen Staat: IS.


Wir suchen noch Sponsoren, um das Stück wirklich realisieren zu können.


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